watak
Auch mal den Umbrail fahren
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Mal wieder eine kleine Tour in den Alpen. Ich wollte gerne über den Umbrail
fahren und auch noch über das Timmelsjoch....
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Am ersten Wochenende im Juli hatte ich bei
Paco
die 9 Pässe in zwei Tagen Tour gelesen, und wollte nun auch mal über den Umbrail fahren.
Mein Freund war einverstanden, und so war wieder mal eine kleine Alpen-Tour fürīs WE vom 11. - 13. Juli 2003 angesagt.
Während er schon um 10 Uhr in Mittelfranken startete und über Füssen und 8 Pässe zum Treffpunkt fuhr,
Der frühe Vogel fährt die Pässe |
musste ich noch bis 12 Uhr am Schreibtisch sitzen.
... Pusteblume |
Dann um Punkt 12 ging es aber auch für mich los. Gleich bei Mörfelden-Walldorf auf die Autobahn und
dann nix wie Richtung Süden. Das zog sich wie Kaugummi. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von
gerade mal gut 100km/h war ich dann um halb fünf endlich an der Raststätte Hohenems, kurz hinter der
Abfahrt Dornbirn. Von dort sind wir dann noch das Stückchen Autobahn bis Landquart in der Schweiz
gefahren, und jetzt endlich konnte der Spaß beginnen.
Für heute hatte Hubert nicht mehr so arg viel vorgesehen, so ging es zunächst mal über den
Wolfgangpass zum Flüelapass. In Susch, ca. 12 km hinter dem Pass fanden wir dann das Hotel Flüela,
wo wir dann übernachteten. Übrigens schmeckt der Flüela-Teller dort hervorragend (auch ohne
Rotwein *gfg*).
Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück so gegen kurz nach neun wieder los.
Erst einmal über den Ofenpass
und dann direkt zum Umbrail. Voller Spannung war ich, ob ich mit der Schotterstrecke zurecht
kommen würde.....
Doch ups, wo war denn der ganze Schotter geblieben? Ehe ich mich versah
war ich ja bereits wieder auf geteerter Straße. Ok, bei Regen dürfte es schwierig werden hier zu
fahren, aber bei schönem trockenem Wetter, da ist das in Richtung Stilfserjoch doch wirklich kein
Problem.
Groß und mächtig... |
Nun ging es an die kurze Abfahrt Stilfserjoch Richtung Bormio. Das ging diesmal schon viel besser
als beim letzten mal.
Im Süden ist es auch breiter |
Irgendwie hab ich in jeder Kehre den richtigen Punkt erwischt und war dann auch zurecht ganz stolz
auf mich :-)). Nach der 'Autobahn' über den Apricapass ging es weiter über den Vivionepass,
Flugshow am Vivione |
... und das dazugehörende Feuchtbiotop |
der war schön, kurvig und schmal, so das ich immer wieder vor den Kurven fast zum stehen kam,
ich bin nämlich manchmal übervorsichtig...
Der Passo Presolana dagegen war schon wieder eine gut ausgebaute Rennstrecke, was solls,
wir fuhren drüber und weiter ging`s zum Passo di Croce Domini.
Das Kreuz des Herren |
Oben angekommen fragte Hubert mich ganz beiläufig, ob ich denn nun von Schotter genug hätte,
hatte ich nicht :-)),
Leicht genug waren wir... |
und so fuhren wir weiter nach oben Richtung San Colombano...
Hoch ging es wirklich über die allerschönste Schotterstrecke, da bekamen nicht nur die Felgen
eine komplett neue Farbe verpasst,
Sauber war Huberts Maschine ja noch nie, aber sooo |
ungefähr genauso sah auch meine Kette aus, aber weit wollten wir ja nicht mehr, und innen war
schließlich noch Öl zu sehen. Zunächst einmal ging es aufwärts, über den Giogo della Bala, dem
sofort der Golette della Crocette folgte, dann runter zum Giogo della Maniva. Langsam ging es
nun auf halb sieben zu, so das wir uns nach einer geeigneten Unterkunft umsahen, die wir in
Marcheno auch fanden. Dort gab es zum Abendessen etwas ganz besonderes - Ground meat from horse -
mit anderen Worten Tatar aus Pferdefleisch.
Beim Frühstück am nächsten Morgen habe ich dann noch einen ganz wichtigen Begriff in italienisch
gelernt, ob ich ihn nun richtig schreibe weiß ich natürlich nicht - Porta cenere spricht sich
zenere (angeblich) und heißt Aschenbecher. Wer sagtīs denn, Reisen bildet!!
Nun mussten wir erst mal sehen, das wir wieder eine Straße Richtung Norden fanden, schafften wir
natürlich auch, Hubert vorweg und ich immer hinterher :-)) So ging es durch Odolo uber einen
Minipass mit 753 Metern nach Barghe.
Minipaß |
Dort war erst einmal Stop. Erst einmal fuhren wir ca. 2 km an einer Autoschlange vorbei, bis wir
überhaupt das Ortsschild sehen konnten, und dort standen dann Massen an Moppeds samt Fahren herum.
Spontanes Motorradtreffen |
Im Ort war irgendeine Veranstaltung, was das haben wir nicht mitbekommen. Als es dann nach ungefähr
20 Min. wieder weiterging fuhr die Meute in ungewohnter Zivilisiertheit (zwar schnell 80 km/h innerorts)
und geordnet ohne Ordnungshüter noch in der Karawane bis Anfo, das sind so knappe 20 km....
Kurz darauf sind wir dann links ab über Bagolino noch mal über den Passo di Croce Domini, diesmal
in die andere Richtung. Nun ging es über Edolo zum Foppapass,
Mortirolo, auch wenn alle Karten Foppa sagen |
der seltsamer weise am Pass selber Mortirolo heißt.
Das Stilfserjoch musste danach bezwungen werden. Was uns von zwei Pkws erschwert wurde.
Die standen sich nämlich in einem der Tunnel gegenüber, und keiner wollte rückwärts.... nun ja,
mit der geballten Macht einer österreichischen Choppergruppe konfrontiert, besannen sie sich
dann doch noch. Dabei waren die Fahrer der Chopper eigentlich ganz harmlos, einer konnte
sogar die Kehren ganz gut fahren. Ich hab sie trotzdem alle überholt und war doch wie üblich
später auf der Passhöhe als Hubert. Oben haben wir dann nicht weiter gehalten, sondern gleich
die Abfahrt auf der Nordseite drangehängt.
Das obligatorische Stilfserbild |
Langsam lief uns nun auch die Zeit weg, denn ich wollte gerne über das Timmelsjoch nach Hause.
Also ging es mit nur einer Capuccino- und mehreren Zigarettenpausen weiter zum Timmelsjoch.
Kurz vor dem Tunnel |
Als wir oben waren, war es nun auch bereits halb sieben, und bis zum Hahntennjoch sind es
ja dann noch einige Kilometer. Trotzdem wollte ich doch noch eine Pause, denn mein Magen meldete
sich. Wir hielten dann in Oetz und bestellten im Lokal zu den drei Löwen eine Grießnockerlsuppe,
die uns bedauern ließ, nicht mehr Zeit zu haben, denn wenn dort alles so gut schmeckt,
dann lohnt sich das wieder kommen mit Sicherheit. Aber das Hahntennjoch wartete und wir wollten
es noch bei Tageslicht bezwingen. Das gelang dann auch noch ganz gut, es war ca. halb zehn
als wir in Reutte ankamen. Nun waren es ja nur noch einige Kilometer bis zur Autobahn. Von den
260 km bis nach Hause in Bad Windsheim gibt es nun nichts weltbewegendes mehr zu berichten,
ausser das ein Wohnmobil der Meinung war sich zwischen Hubert und einen LKW quetschen zu müssen.
Nun ja, das ist ja noch mal gut gegangen, hätte er nicht gebremst wäre es gar nicht eng geworden
*gfg*
Wenn ich so zurückdenke, vor zwei Jahren meine erste Tour in den Alpen....
Da bin ich ja übers Hahntennjoch gekrochen...
Hab halt doch einen tollen Lehrer gehabt :-))
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