| Wally Die Fazer soll zum Schwarzen Meer.... 2. Bis zur rumänischen Grenze...
Montag, den 11.04.05
Das Frühstück dann war eine Wucht, sogar eine frische reife Pflaume gab es. Sehr guten Kaffee mit warmer Milch, dazu Brötchen, Käse, Honig und Salami. Auch noch div. anderes, aber da ich das nicht gegessen habe, ist es auch für mich unwichtig. So ging es gut gestärkt wieder los. Das Fahren machte genauso viel Spaß wie Tags zuvor. Geschwindigkeitsbegrenzungen scheinen für die Tschechen nur zu gelten wenn man hinter einen Wagen der Polizei her fährt. Das Einzige woran man sich hier wirklich hält sind die Überholverbote. Dort wo die standen wäre es allerdings wirklich nicht ratsam gewesen zu überholen – zumindest mit dem Auto :-))
So spulte die Fazer km um km ab, und eh ich mich versah war ich bereits an der slowakischen Grenze. Dort wollte man immerhin zur Bestätigung meiner Nationalität den Ausweis sehen. In der Slowakei wurden die Straßen ein wenig schlechter und sehr viel langweiliger.
Angenehm war, dass die Temperatur stieg und die Sonne immer häufiger zu sehen war. Und so fuhr ich bedeutend weiter als ursprünglich geplant. Bei Zwelenskà startete ich den ersten Versuch eine Unterkunft zu erhalten. Ein Zimmer wäre auch frei gewesen, aber das Mopped sollte ich so unmöglich abstellen, dass ich noch heute dort wäre :-) Ca. 30 Grad Gefälle von der Straße runter, dann über den Bürgersteig in eine Garage? Von 2 x 2 Meter. Da hat vielleicht der eine oder andere ne Chance, ich nicht.... Also noch ein wenig weiter. Bei Detva hab ich dann ein Hotel gesehen. Zwar ist nur noch ein Zimmer der oberen Kategorie etwas frei, aber auch das kostet mich umgerechnet nur ca. 33 € und ist damit noch bezahlbar :-)) Und ich durfte schließlich dafür aussuchen, ob ich bei RTL oder RTL2 einschlafen wollte. Das Abendessen für ganze 4 € bestand aus Kalbsfilet, Kartoffeln mit Pilzsoße....
Dienstag, den 12.04.05
Das Frühstück am Morgen war dann ein wenig umständlich, denn zu den weichen Brötchen gab es nur ein stumpfes Buttermesser, so dass es schwierig war die Dinger aufzuschneiden, dafür hätte man mit dem Kaffee Tote wecken können. Wach war ich nun, und so saß ich auch gleich wieder auf der Fazer und es ging weiter. Nach kurzer Zeit erreichte ich bereits die ungarische Grenze an der man sich wieder nur kurz meinen Ausweis ansah um mich dann durchzuwinken. Bereits auf den letzten 50 km in der Slowakei hatte ich mir immer wieder ein Auto gesucht, hinter dem ich her fuhr, da überholt wurde, als gäbe es niemals Gegenverkehr. Zwei LKW’s die sich in einer Kurve überholen sind nicht unbedingt etwas seltenes. Als Motorradfahrer wird man da leicht übersehen, und so sorgte ich halt dafür, dass ich mit der Dose vor mir eine Knautschzone vor mir hatte *gg*
Zwar wurde ich dadurch auch etwas langsamer, aber da die Straßen zusehends schlechter wurden machte das bald keinen großen Unterschied mehr. Die E35 in Ungarn bis Debrecen war eine einzige Katastrophe.... Ein Schlagloch neben dem anderen und dann fing es auch noch an zu nieseln.... Gerne hätte ich irgendwo eine Kaffeepause gemacht, aber an der Grenze gab es nicht (wie sonst üblich) eine Wechselstube, und so hatte ich keine Forint bei mir. Zwar hätte ich unterwegs bei einer Bank wechseln können, war aber dann doch zu bequem dazu, wo ich mir zudem sicher war, dass der Sprit sicher bis Rumänien reichen würde. Das Nieseln wurde zwar nicht zu einem richtigen Regen, aber es reichte, dass die entgegen kommenden LKW’s mir den Dreck von der Straße aufs Visier katapultierten. Da nützte alles nix, anhalten und Visier wieder durchsichtig machen..... Das Ganze 2 Mal, dann war der Spuk vorbei. Ab Debrecen wurde dann auch die Straße wieder besser und kurz vor der Grenze war sie geradezu genial gut |
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