| Wally Die Fazer soll zum Schwarzen Meer.... 1. Tschechien
Sonntag, den 10.04.05
Etwas später als geplant ging es um 10:00 Uhr los. Kalt war es, eisekalt. Also hatte ich schon mal eine Leggin drunter gezogen und wechselte beim ersten Halt hinter Lauf auch die Handschuhe. Die dicken Winterhandschuhe waren doch angebracht :-) Angehalten hatte ich allerdings in erster Linie, da ich mal für kleine Mädchen musste, als ich dann wieder beim Mopped stand fiel mir ein anderer Biker auf, der ein Stück weiter vorn an seiner Maschine zu basteln schien. Ich also hin, um zu fragen, ob ich denn helfen könne. Zwar sind meine Schrauberqualitäten recht gering. Aber zumindest Werkzeug und Öl hatte ich dabei. Jedoch, er brauchte keine Hilfe….. Er habe nur gehalten um sein Bike zu putzen, da er schon reichlich gefahren sei…
Nu denn, er kam aus dem 35 km entfernten Forchheim :-))
Ich fuhr ohne zu putzen weiter über die B14 Richtung tschechischer Grenze. Die Strecke lässt arg zu wünschen übrig. Zu viele Schlaglöcher, zu viele LKW’s – und das am Sonntagmittag, da möchte ich nicht wissen, wie es dort Alltags aussieht. Kurz vor der Grenze wird die B14 zur Autobahn, ich hatte mir einen kleinen Grenzübergang südlich davon ausgeguckt, und fuhr somit an der nächsten Ausfahrt runter. So ging es nun über Moosbach und Eslarn zur Grenze, d.h. so sollte es gehen, aber ab Eslarn war die Straße gesperrt. Am Wochenende und Feiertags darf man da nicht lang, Pech … Also wieder zurück und doch über die Autobahn in die Tschechei. Da erwartete mich dann ein riesen Schild, dass ich in der Tschechei nur mit Vignette weiter darf….. Und woher bekomm ich die? Na ja, schaun wir mal. An der Grenze selbst musste ich nur mündlich bestätigen, dass ich Deutsche bin, dann durfte ich weiter. Erst mal Geld gewechselt. Für 100 Euro bekam ich 2.700 tschechische Kronen . Am gleichen Büdchen gab es auch die Vignetten, doch, ich brauchte keine :-)) Motorräder sind frei. Find ich gut, sollte man in allen Ländern einführen :-))
Der Cappu den ich dann trank kostete mich 18 Kronen, und die zwei Schachteln Marlboro ganze 117 Kronen. Das lass ich mir gefallen *smile* Da es mit 14 Uhr schon ein wenig spät war, und die Autobahn nix kostete bin ich erst mal darauf weitergefahren bis Plzen, dann runter über die 27 nach Klatovy. Das Fahren machte richtig Spaß.
Es war trocken und ab und an kam die Sonne durch, auch wenn einige schwarze Wolken immer drohend am Himmel hingen. Das graue Band der wirklich guten Straße schwang sich mit sanften Kurven über viele Hügel. Das einzige was gewöhnungsbedürftig war, waren die kleinen weißen Ortsschilder.
Getrimmt auf groß und gelb hätte ich die Kleinen mehrfach fast übersehen. Fast kein Verkehr, dafür aber massenhaft Tankstellen und der Liter Benzin für unter einem Euro.
In Tábor angekommen schaute ich dann nach einer Unterkunft. Nicht nur, dass die normale Beschilderung sehr gut ist, nee, auch die Hotels und Pensionen sind hervorragend ausgeschildert, und (im Gegensatz zu Italien) existieren sie auch *gg*. So hatte ich ruck zuck was passendes gefunden. Meine Fazer bekam ein Plätzchen im Hof, und ich ein Zimmer mit Dusche und TV. Der Spaß kostete dann incl. des Frühstücks 700 Kronen. Zum Abendessen ging ich zum benachbarten Italiener und gönnte mir Tortellini in Käsesoße mit Cola und Cappu für ganze 150 Kronen… Hier kann man’s aushalten :-)) |
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