| Die erste Tour, der erste Pass ganz alleine :-)) |
Dieses Jahr fing für mich bereits recht früh richtig schön an.
Beruflich bedingt sollte ich Ende März – Anfang April für einige Tage in die Schweiz reisen. Womit ich prinzipiell einverstanden war. Meine Überlegung ging natürlich dahin, mit dem Motorrad hinzufahren, und dort evtl. noch die Gelegenheit für eine Tour zu haben. Mit meinem Chef war das ganze schnell abgeklärt. Er war damit einverstanden, auch damit, dass ich mir in der Schweiz meine Zeit frei einteilen würde. Geplant war das Ganze nun, nur der Wettergott wollte noch nicht so recht mitspielen, es war die Aussicht, selbst noch auf Schnee, gegen Ende der März.
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Aber nun, gesagt getan. Am Sonntag, dem 30.04.03 ging es bei fast strahlendem Sonnenschein los.
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Voll gepackt, da ja außer den normalen Klamotten auch noch Laptop und div. Papiere mit mussten.
Erst mal auf die Autobahn um dann bei Ulm selbige endlich verlassen zu können. Weiter Richtung Konstanz. Mit der Fähre über den Bodensee und dann in die Schweiz.
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| Der erste Frühlingsgruss |
Dort erst mal doch wieder auf die Autobahn. Bis hinter Zürich, genauer gesagt Abfahrt Urdorf. Nun kam bereits eine herrliche Motorradstrecke. Mit dementsprechend viel Gegenverkehr zum Handheben....
Gegen 17 Uhr traf ich müde aber gut gelaunt in Zug ein. Nach einer Dusche ging es runter zum See,
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| See zur einen Seite... |
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| ...und zur anderen Seite :-)) |
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| Eine bunte Seepromenade... |
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um dort bei einem leckeren Essen den Sonnenuntergang zu genießen.
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| romantisch.... |
und danach noch ein wenig dem Zauber am See zu erliegen...
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| Blühende Magnolien... |
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| ...und rote Ibisse. |
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| Sonnenuntergang - der erste Tag geht zu Ende,,, |
Am nächsten Tag war das Wetter nicht ganz so schön. Es nieselte bis in den Abend hinein, was mich jedoch weniger störte, da ich an diesem Tag eh Arbeit geplant hatte. Den nächsten Tag wollte ich gerne freihaben, da sollte es schön werden. Das war auch weiter kein Problem.
So bestieg ich Dienstag morgen die Maschine und fuhr zunächst Richtung Luzern.
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| los geht's auf Entdeckungsreise :-)) |
Von dort ging es weiter nach Entlebuch, einer in der Schweiz doch recht bekannten Region. Der Glaubenpass reizte mich nun. Das Schild, dass er gesperrt sei umfuhr ich erst mal auf Feldwegen.
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| zum Glaubenberg... |
Dann jedoch landete ich doch wieder auf der eingetragenen Strecke, und konnte frei bis kurz vor der Passhöhe fahren. Ein Schild verbot die Durchfahrt, erlaubte es allerdings den Anstössern... Nun, ich bin kein Schweizer, aber wenn ich irgendwo anstossen soll um weiterfahren zu dürfen, dann werde ich das halt machen.
Ich stieß also ein wenig an mein Motorrad und fuhr weiter....
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| ist das ne Aussicht?? :-)) |
Direkt auf der Passhöhe gab es dann eine Baustelle, die wohl der Grund für die Sperrung war, langsam konnte man allerdings bequem hindurch fahren. Wenn nicht soviel Militär hier oben gewesen wäre hätte ich sicherlich auch einige Fotos gemacht, aber so hab ich einfach nur gesehen, dass ich da weg komme....
Von Sarnen aus fuhr ich am Vierwaldstätter See entlang
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Richtung Altdorf, eigentlich wollte ich von dort zum Klausenpass, aber der war noch nicht offen, so fuhr ich dann nach Schwyz, um auf dem Weg noch Wilhelm Tell zu fotografieren.
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Weiter ging es dann zum Iberreregg,
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von dort aus ging es dann nach Birchli, um über eine Brücke, über einen noch Größtenteils gefrorenen See
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zum Sattelegg zu fahren. Die Abfahrt vom Sattelegg nach Vorderthal hätte sogar Hubert Spaß gemacht, zwar hat das Sattelegg nur 1100 Meter Höhe, aber die Strecke war herrlich kurvig. Von Vorderthal fuhr ich dann nach Innerthal um den Wägitaler See zu umrunden. Zunächst einmal war das auch problemlos möglich, bis mit einmal ein Schild die Weiterfahrt untersagte...
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| so so, hier darf ich nicht mehr weiter.... |
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| ....etwa wegen der Kühe??? |
Ich habe mich dann kurzzeitig blind gestellt und bin trotzdem weiter gefahren :-))

und habe dabei noch einige nette Blümchen gefunden..
Dann ging es über Siebnen und Bieberbrugg, Oberägeri und Unterägeri zurück nach Zug.
Das war ein herrlicher Tag, Sonnenschein, meine ersten Pässe allein gefahren – einfach schööön.
Am Mittwoch war wieder Büro angesagt, allerdings wurde da auch festgelegt, dass ich bereits am Donnerstag zurückfahren musste, da ich Freitags im Büro in Deutschland gebraucht wurde (meine Kollegin war erkrankt).
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Der Mittwoch hatte sich mit einem sehr bedeckten Himmel verabschiedet, der Donnerstag fing nicht viel besser an. Nachdem ich noch ein paar Kleinigkeiten geklärt hatte begann um 11 Uhr die Heimfahrt. Die Autobahnauffahrt bei Zug habe ich verpasst, also über Landstraße (4) nach Zürich. Dort fielen dann ein paar Schneeflocken vom Himmel, war aber nicht viel, so dass ich keinerlei Bedenken hatte.
Es sollte aber noch schlimmer kommen....
In Deutschland, in der Gegend von Ulm musste ich durch ein regelrechtes Schneegestöber durch, es war so wild, dass ich ohne ständiges Wischen nichts mehr gesehen hätte, der Schnee blieb einfach auf dem Visier liegen :-(
Puh war ich froh, als ich die Raststätte Lohnetal erreichte. Hier hab ich mich dann erst mal wieder aufgetaut :-))
Als ich wieder losfuhr war der Schneefall vorbei, den Rest der Strecke bis Daheim konnte ich so schnell hinter mir lassen, und mich zu Hause schon mal auf die nächste Tour freuen.
Zur Arbeit bin ich dann am nächsten Morgen aber doch lieber wieder mit dem Auto gefahren....