| Heute mit Gruppe fahren... |
Heute geht es für mich zu einer neuen Erfahrung. Ich fahre das erste Mal in einer Gruppe mit. Mit dem gemeinsamen Frühstück gibt es noch keine Probleme, aber das Fahren erwarte ich mit gemischten Gefühlen.
![]() |
| Vorbereitung |
Irgendwann ist dann Aufbruch. Es werden zwei Gruppen gebildet. Als "Anfänger" darf ich ganz nach vorne zum Tourguide. Gleich nach Linthal kommt schon der Klausenpass. Auf zum Pass, hinter der Baustelle die ich schon von gestern kenne wird die Gruppe aufgelöst. Freies Fahren. Und die "wilde Jagd" geht los. Die Jungs auf ihren BMWs sind ganz schön schnell. Schnell genug für mich. Damit ist schon mal lar, daß ich mich nicht langweilen werde und vermutlich auch nicht der Bremsklotz sein werde. Die gemischten Gefühle sind weg :-). Runter fahren wir wieder als Gruppe und auch das geht gut zügig. In Altdorf wird an der COOP-Tankstelle ein Zwischenstop eingelegt um Treibstoff für Maschinen und Fahrer aufzufüllen. Dann geht es weiter zum St Gotthard. Wir wollen die alte Straße fahren. Der Pass ist von einer endlosen Autoschlange okkupiert. Ist aber wegen der Straßenbreite nicht so lästig. Lästig ist dann aber die Sperrung der alten Gotthardstraße. Ein Polizist steht dort und läßt HEUTE nur Radfahrer durch. Ingos Diskussion ändert nichts an der Sperrung. Deshalb fahren wir auf der Schnellstraße weiter in Richtung Nufenenpass. Übers Hospitz wären wir auch auf die alte Straße gekommen. Aber wir haben es nicht versucht. Die andere Gruppe schon und am See haben sie auf uns, die nicht kamen, gewartet... sie kommen auch in den Tremolo-Genuß. Nunja das war mein x-ter fehlgeschlagener Versuch der alten Gotthardstraße.
Der Nufenenpass wird wieder in der Gruppe bezwungen. Schon nicht übel. Die Gruppe ist schneller als die Rennsemmeleinzelkämpfer, die sonst noch unterwegs sind. Ich korrigiere meine Meinung über Boxer. :-) Jaja "man over material". So schnelle Kühe hab ich bisher noch nicht erlebt. Aber wir zwei Japanexoten kommen mit. Oben am Nufenen ist die Mittagspause geplant und wird auch gehalten.
![]() |
| Die Gruppe mit dem Boot |
![]() |
| Searcher auf der Suche |
![]() |
| Für den Gruftigen |
![]() |
| Es ist nicht das wonach es aussieht.... |
Nufenen runter und über den Grimselpass werden die Gruppen wieder aufgelöst. Grimsel hoch hab zwei Hohlköpfe vor mir. Eine SV1000 und eine Hayabusa. Durch die Kehren taumeln sie so unkontrolliert, daß ich nicht vorbei fahre. Nach der Kehre reißen sie Gas voll auf und rasen die Gerade zur nächsten Kehre. Die Geschwindig für die Kehre haben sie schon 20 Meter vor der Kehre und bremsen weiter und fangen wieder an zu taumeln und brauchen die ganze Fahrspur. Die SV krieg ich aber die Hayabusa braucht in der Kehre zu viel Platz und ist auf der Geraden nicht zu kriegen. Kurz vor der Passhöhe komm ich in einer Kehre dann endlich doch vorbei. Sonst bleib ich auf der Passhöhe immer stehen, diesmal nicht, sonst hab ich die Hohlköpfe wieder vor mir. Diesmal fahr ich gleich wieder abwärts und sehe kurz vor Ende Ingo am Straßenrand stehen und Zeichen zum Bremsen geben. Erst denk ich es sei was passiert, aber er signalisiert mir "Radarfalle" und ich halt mich unter den erlaubten 80 bis ich an der Falle vorbei bin. Ich hätte sie nicht gesehen und das wäre richtig teuer geworden...
Also, nochmal Danke Ingo :-))
Ausgmachter Treffpunkt ist Meiringen an der Post. Im ersten Ort (nicht Meiringen) treffe ich auf einen Teil der Truppe. Sie stehen an der Post. Die Nachzügler sammeln sich auch hier. Den Rest treffen wir dann in Meiringen, aber nicht an der Post. Hat Meiringen überhaupt eine Post??
Von nun an fahren wir wieder ordentlich als Gruppe. Zunächst über den Brünig-Pass. Nun sehe und höre ich Aladin in Action. Ich fahre in einer Motorradgruppe vor mir Motorräder hinter mir Motorräder und auf einmal in einer engeren Kurve das das gequälte Kreischen von Gummi. Erst hab ich gedacht ein irrer Autofahrer überholt uns. aber es ist nur Aladin, der mit seinem Hayabusa-Gespann Gas und Gummi gibt. :-)
Nach dem Brünigpass folgt der Glaubenbülenpass. Der letzte Pass des Tages. Einmal wird es mir doch zu langsam, aber nur weil wir an einem "Abgrund" entlang fahren und ich genug Zeit zum runterschauen hab. Ich bin nicht höhenfest und sollte an solchen Stellen keine Zeit zum Schauen haben, sonst wird mir schwindelig... :-) Aber auch das hab ich überstanden.
Nach der Passhöhe wird noch einmal ein größerer Halt eingelegt. Da sieht man mal alle in Reih und Glied... Aber auf dieser Tour hab ich den Fotoapparat kaum aus dem Tankrucksack gekriegt
Pässe sind nun vorbei, das heißt aber nicht Langeweile. Alpenstrassen sind auch kurvig wenn es nicht bergauf und -ab geht. Wir fliegen dem Ende des Tages entgegen. Das letzte Stück nach Inner Eritz zum Gasthaus Säge ist einfach nur gigantisch. Ein würdiger Abschluß des Tages...
![]() |
Angeblich beginnt der Morgen mit einer Kissenschlacht. Ihr könnt mir viel erzählen, das hätte ich doch mitgekriegt...
![]() |
| Morgenstund... einfach widerlich |
Nach dem Frühstück geht es ans Packen und Aufwachen. Einige halten sich schon bewundernswert aufrecht...
![]() |
Zum Aufwärmen geht es die geniale Abschlussstrecke von gestern als Auftakt zurück. Heute wird eine schnelle und eine nicht so schnelle Gruppe gebildet. Die Bezeichnung ist zwar langsame Gruppe, aber das trifft es nicht so genau.
Wo wir genau lang fahren weiß ich nicht. Ich hab den Durchblick schon lange verloren und verlasse mich drauf daß die Guides wissen wo sie sind. Zwischdurch wird mal wieder eine längere Zigarettenpause gemacht, bei der sich beide Gruppen wieder treffen. Christians BMW hat Schwierigkeiten mit der Stromversorgung und er befürchtet auszufallen. Die Parkbucht ist unser und alle Kühe stehen in Reih und Glied.
![]() |
| Reih und Glied |
![]() |
| Fast alle... |
Oder fast alle.
Dann biegt Jens der Guide ab und es geht über Schotterpiste weiter. Nach einigen Kilometern geht es dann abwechselnd über Schotter- und Buckelpiste. Das Boot droht zu sinken bei den vielen Untiefen... Ich bin mir manchmal nicht mit meiner Maschine über die Sprungrichtung einig, aber wir finden uns immer wieder. Grad schee is. Als Wehrmutstropfen fällt Christians Boxer tatsächlich aus und muß abgeschleppt werden. Ingo und Heike bleiben bei den Havaristen, wir anderen fahren nach einer ausgiebigen Kaffepause weiter zum nächsten Treffpunkt an einem See. Für Wally und mich ist die Tour hier leider zu Ende und wir verabschieden uns Richtung Heimat. Leider. Wally muß Montags wieder arbeiten. Wir wären gerne weiter mitgefahren... Ich hätte es ja nicht erwartet, aber die Fahrt in der Gruppe war genial. Zmindest in dieser Gruppe. Obwohl wir noch niemanden kannten und uns niemand kannte wurden wir sofort integriert. Und wenn wir wieder mitgenommen werden, dann werden wir auch begeistert wieder teilnehmen.